Willkommen in der Ökostation von EcoAndina - Ecohuasi

 - Centro ambiental de la Puna (CenamPu)

Der Standort Misa Rumi liegt an zentraler Stelle im argentinisch-bolivianisch-chilenischen Grenzland. Aufgrund einer langjährigen Vorgeschichte hat sich Misa Rumi zum Zentrum und Ausgangspunkt für die Verbreitung von Solarenergie in Argentinien entwickelt.

Tröpfchenbewässerung auch am Ökohaus

Die kleine Ökostation, Ecohuasi genannt („Haus der Ökologie" in Quetchua-Sprache), die EcoAndina dort seit 1998 unterhält, konnte durch ihre Bauweise aus traditionellen und lokal verfügbaren Baumaterialien, der Verbindung von aktiver und passiver Wärmenutzung und der Nutzung erneuerbarer Energien zur

Lage Misa Rumi im Gebiet der Puna

Stromerzeugung (Wind und Sonne) bereits regional als Beispiel dienen. 
Sie hat sich für die Erprobung und Umsetzung von innovativen Pilotprojekten rund um die Themen erneuerbare Energien und ökologische Bau- und Wirtschaftsweisen in der Landwirtschaft und im Bergbau als sehr nützlich erwiesen und ist zunehmend auch als Anschauungs- und Schulungszentrum wichtig geworden.

Besonders im Rahmen der immer bedeutender werdenden Konzepte zur Armutsbekämpfung sind die um das Ökozentrum herum durchgeführten Projekte wegweisend geworden. So ist der Gedanke entstanden, der betroffenen Bevölkerung, die generell von entsprechenden Veranstaltungen und Fortbildungen ausgeschlossen ist, direkt vor Ort in den betroffenen geographischen Räumen Schulungs- und Anschauungsmöglichkeiten zu erschließen.

Aktuell bietet das Ökozentrum unter anderem folgende Forschungs- und Fortbildungsmöglichkeiten:

  • Anwendung, Anpassung und Verbesserung verschiedener Solarausrüstungen
  • Verwendung von natürlichen Materialien in der Konstruktion (Natursteine, Tuffstein, Steinplatten, Lehmziegel, Naturdächer, traditionelle Hausbauformen und Materialien in Wand-, Fenster-, Decken- und Dachkonstruktionen etc.)
  • Beobachtung und Verbesserung von Trinkwasserentnahmestellen beim Naturfiltrationsverfahren
  • Beobachtungen an der Hochland-Pilot-Pflanzenkläranlage in Misa Rumi zur Verwendung und Eignung von Schilfpflanzen (Langzeitbeobachtung von Flora und Fauna, Verwendung unterschiedlicher Pflanzen, Wachstum, Stressfaktoren etc)
  • Nutzung von Tröpfchenbewässerung im traditionellen Anbau im Hochland (Pilotprojekte in Lagunilla Farallon, San Juan, Misa Rumi, Ciénaga Grde, Paicone, Oros, Cabreria, Casa Colorada u.a. - Dptos. Sta. Catalina und Rinconada, Prov. Jujuy)

Das Zentrum hat Arbeitsplätze geschaffen und bietet Platz für kleinere Besuchergruppen und Arbeitspätze.

Für die Konstruktion des Hauses fanden Materialien der näheren Umgebung Verwendung. Elektrizität wird durch Solarenergie und Windenergie erzeugt. Das Zentrum ist mit solarer Warmwasserbereitung und -heizung ausgestattet.

Gäste sind willkommen!


Ecohuasi wird zum Weiterbildungszentrum ausgebaut ...

die Ökostation liegt etwas oberhalb von Misa Rumi und besteht inzwischen aus 2 Gebäuden

Im Rahmen eines abgeschlossenen Projekts, unterstützt von ÖkoAndina e.V., vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von Solar Global e.V., Jülich und Fair Planet e.V., Münster sowie mehreren kleineren Nichtregierungsorganisationen (NGO), wurde das Ökohaus erweitert und umgebaut, um den erweiterten Aufgaben besser gerecht zu werden. Nach Abschluss der Arbeiten verfügt die Station nun über solarbeheizte Räumlichkeiten zur Durchführung von Veranstaltungen und einen Anschauungspark zu ökologischen Themen, in dem alle zur Anwendung gekommenen Techniken von Solar- und Windenergie über ökologische und traditionelle Architektur bis hin zur ökologischen und nachhaltigen Ressourcennutzung dargestellt werden.
Dieses Projekt umfasst auch eine Trockentoilette und einen abteilbaren Vorraum für Seminare und Vorträge. Die Eigenfinanzierung erfolgt im wesentlichen durch Spenden von Fair planet e.V., dem Verein OekoAndina sowie privaten Unterstützern.

seit Kurzem wird rund um das Ökohaus auch bewässertseit Kurzem wird rund um das Ökohaus bewässert

Die geplanten Maßnahmen sind Bestandteile eines Gesamtkonzeptes zur Verbesserung der Lebensumstände und der ländlichen Entwicklung in der Puna. Sie sind von den Projektträgern in den vergangenen Jahren in einzelnen Dörfern bereits eingeführt worden und sollen nun in weiteren Gemeinden in der Region umgesetzt werden. Wegen seiner zentralen Lage im Projektgebiet und auch aufgrund der regionalen Ausstrahlung der Gemeinde Misa Rumi soll das dort schon bestehende kleine Ökozentrum zu einem regionalen Aus- und Weiterbildungszentrum ausgebaut werden.

Ziele des Projektes:

  • Ausbau der Demonstrationsanlage zu solaren Warmwasserbereitern als Stand der Technik im sozialen Wohnungsbau und als Ersatz für die bisher üblichen Brennholzkessel
  • Ausbau des Zentrums Ecohuasi in welchem modellhaft Prinzipien der ökologischen Architektur, der aktiven und der passiven Solarenergienutzung und der nachhaltigen Ressourcennutzung verwirklicht werden
  • Entwicklung von Lehreinheiten und theoretische und praktische Fortbildungskurse
  • Verbreitung von solaren Familienkochern durch "Promotoras" - das sind Hausfrauen, die selbst mit diesen Kochern arbeiten - und die ihr Wissen weitergeben
  • Bau einer Demonstrationsanlage zur ressourcenschonenden Wassernutzung

Das Projekt ist zwar abgeschlossen, doch die eigentliche Arbeit geht ja weiter.
Wenn Sie in diesem Bereich, z. B. durch finanzielle Unterstützung beim Ausbau der Solarenergienutzung oder bei der Arbeit der Promotoras oder der "Wassernutzungskaskade" helfen wollen, schreiben Sie uns oder rufen Sie an.