Herbst 2020
25.11.2020
COCTAC
A - die Flora der Inkaterrassen!
Vortrag von Inti Kleine-Hering anläßlich des 1. JourFix am 23.11.2020
(Leider ist der Vortrag vom Geräusch des Computerlüfters begleitet - war bei 38°C in Chilecito allerdings nicht vermeidbar. Dieser Beitrag ist um die Diskussion gekürzt. Wer die interessante Langfassung hören möchte, Bitte Kontakt aufnehmen.)
24.11.2020
SPENDEN für unsere PROJEKTE!
Das Jahr neigt sich zum Ende und hinter uns liegt eine turbulente Zeit.
Zusätzlich zu den Erschwernissen und den Restriktionen für die Bevölkerung in der Puna waren auch unsere gemeinsamen Projekte mit der Stiftung EcoAndina durch COVID-19 stark betroffen.
Ausgangssperren und Erkrankungen, Arbeits- und Besprechungs/Koordinierungstreffen, die nicht stattfinden konnten und vieles mehr ließen die Projektearbeit verzögern.
8.11.2020
NEUES zum BERGBAU in ARGENTINIEN
- Olaroz und Covid-19 und Pino Solanas ist tot - zum Tod eines außergewöhnlichen Filmemachers
31.10.2020

Das neue Projekt "CIÉNEGA - eine PFLANZENKLÄRANLAGE für ein ganzes Dorf"
startet am 1.11.2020 - wir wünschen viel Glück und drücken die Daumen!
1.9.2020
Im Lauf der Zeit sind sehr viele Bilder zusammen gekommen und es kommen immer wieder neue hinzu. Wir haben daher die Bilder und Clips zu den Projekten auf Facebook unter der Albenseite @Solandino eingestellt.
3.8.2020
STURMSCHÄDEN an der Schule San Francisco und an der Ökostation EcoHuasi in Misa Rumi
Am 8.7.2020 wurden zwei Sonnenkollektoren in den Gemeinden San Francisco und Misa Rumi (beide Provinz Jujuy) durch heftige Winde mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h, genannt „viento Norte", beschädigt.
Die Sonnenkollektoren versorgten die Gebäude der Schule San Francisco Nr. 319 und die Ökostation EcoHuasi mit Warmluft für Gebäudeheizung und Warmwasser.
Gerade jetzt in der südlichen kalten Jahreszeit sind die Schüler und Mitarbeiter auf ein funktionierendes Wärmesystem angewiesen.
Bitte helfen Sie uns die Schäden zu beheben - Näheres im Spendenaufruf!
2.8.2020
Endlich! PROJEKT COCTACA wird verlängert - Kurzbericht
Nach den Wahlen in Argentinien und den noch länger andauernden Wahlkämpfen in der Provinz Jujuy - beides zusammen brachte Verzögerungen mit sich - mußte zu Beginn des Jahres 2020 kräftig angepackt werden um die verlorene Zeit aufzuholen.
Dann kam die Pandemie und die Quarantänerestriktionen. Trotzdem gelang es in den Phasen der Lockerungen zumindest einen Teil der Vorhaben weiter fortzuführen. Wir bewundern die Hartnäckigkeit und den Elan, den die Kollegen vor Ort bewahren konnten - Respekt!
Trotzdem war es notwendig das Projekt bis April 2021 zu verlängern und ihm - nicht zuletzt aufgrund der regen Teilnahme der Bevölkerung vor Ort - einen neuen Drive zu geben.
Wir danken den Mitarbeitern von Bengo ausdrücklich für das Vertrauen, das sie in die Kollegen vor Ort setzen um das Vorhaben zu einem guten Abschluß zu führen.
Leider steht die gesamte Provinz Jujuy zur Zeit unter verschärfter Quarantäne und die Kollegen dürfen nicht ins Projektgebiet. Und gerade jetzt geht es aber - vor der Bewässerungsperiode - darum die neuen Schieber einzubauen.
Trotzdem die Kollegen nicht vor Ort sein dürfen, haben sie sich etwas Geniales einfallen lassen.
Die trotz der Quarantäne noch möglichen Arbeiten werden von der Provinzhauptstadt aus durch Fotoaufnahmen vor Ort begleitet und angeleitet - wir drücken die Daumen, dass es klappt!
Im Folgenden einige Bilderzusammenstellungen zum Lauf des Projektes:
- Dorfversammlung in Coctaca
- Fortbildungskurs
- Tröpfchenbewässerung und e-bike
- Ausbau und Erweiterung des Speicherbeckens in Valiazo
- Einweihung des Speicherbeckens in Valiazo
- Speicherbecken in Pucarita
28.06.2020
HUNDERT JAHRE SCHULE SAN FRANCISCO Nr. 319 (Brief des 1. Direktors)
Ich kannte sie noch als Nationalschule Nr. 99. Am 4. April 1961 kam ich zum ersten Mal in der abgelegenen, bergigen Gegend von San Francisco, im Kreis Santa Catalina, an, begleitet von meinen Eltern und Herrn Epifanio Saravia, einem bekannten Lehrer aus Santa Catalina. Eine unregelmäßige Anreihung kleiner Räume, eingerahmt von zwei riesigen Kandelaberkakteen (Cardones), mit Steinmauern, Stroh- und Erddächern, unregelmässig aufgetragenem Putz und einer Umzäunung aus losen Steinen, bildete das Schulgebäude.
Don Basilio H. Nieve, treibende Kraft meiner Ernennung zum Lehrer dieser Schule, und zahlreiche Bewohner des Ortes warteten auf uns. Alle, stehend und im Halbkreis aufgestellt, waren Zeugen meiner Vorstellung und Ernennung als Direktor dieser 1-Personen Kleinstschule.
Auf diese Weise begann ich ohne zu viele Formalitäten einfach und demütig meine Lehraufgabe an dieser Schule für den Zeitraum von elf Jahren, ein Zeitraum in meinem Leben, der sowohl betreffs meiner beruflichen Werdegangs als auch meines Familienlebens schöne Erinnerungen weckt.
Das eigentliche Unterrichten begann ich im Alter von 21 Jahren, nachdem ich die Verpflichtung zum Militärdienst erfüllt hatte, mit dem Titel eines nationalen Grundschullehrers, der mir die Berufung auf diese Schule erleichterte. Die Bemühungen der Gemeinde und die Begeisterung meiner Eltern, einen Lehrersohn zu haben, bewirkten, daß ich so nach San Francisco kam.
Mit Hilfe der Nachbarn und der Begeisterung der zahlreichen Schüler stand ich vor der schwierigen Aufgabe des Unterrichtens. Um die Wahrheit zu sagen, war es die Schule in San Francisco, die mich zum wahren Lehrer formte. Der Titel öffnete mir die Tür, aber der tägliche Kontakt mit den jungen Leuten, das Wissen über die soziale Realität, das Teilen der Bedürfnisse mit den Familien, die Überwindung der Schwierigkeiten zur Schule zu kommen, den Mangel an Kommunikationsmitteln zu ertragen und das schlechte Wetter zu akzeptieren, waren die Gestalter dessen, was es wirklich bedeutet, Lehrer an einer ländlichen Schule zu sein.
Was meine Familie betrifft, so ist auch sie in San Francisco gebildet worden. Im Laufe von elf Jahren, die ich mit Elisea Borja in Ehe vereint war, sah ich mich einer weiteren Etappe gegenüber, die mit der Geburt meiner vier Kinder, Ergebnis des Teilens der Lehrstelle mit ihr und der Entscheidung, in der bescheidenen kleinen Schule eine Familie zu gründen, gefestigt wurde. Mit meiner Frau, ebenfalls Lehrerin, konnten wir unsere Berufung ausbilden, was uns viele Jahre später dazu veranlasste, größere Verantwortungen zu übernehmen und viel Zufriedenheit zu erlangen.
Seit der Neuorganisation (Überführung von Escuela Rancho in Escuela Normal, Anm.Red) wird die Schule als Nr. 319 geführt, später erhielt sie den Namen SAN ANTONIO MARIA CLARET. Der 27. Juni markiert ihren 100. Geburtstag. Hundertjährige Schule! Ihre erste Direktorin war Fräulein Epifania Nelson, eine begeisterte Lehrerin aus Santa Catalina. Nach ihrer Pensionierung folgte ihre Schwester Juana Nelson bis 1960. Als Dritter musste ich die Aufgabe von Fräulein Nelson bis 1971 fortsetzen. Die Schule hatte das Privileg und das Glück, drei Direktoren in mehr als fünfzig Jahren, einem halben Jahrhundert, zu haben! Nach kurzer Zeit kam ein Lehrer aus Catamarca, José Ramón Diaz, an die Schule, der mich an Jahren des Aufenthalts übertraf und sich voll und ganz seiner Arbeit widmen konnte; zu dieser Zeit ermöglichte ihm das Programm zur Umwandlung der Escuelas Rancho (Einfachste Schulen meist mit nur 1 Gebäude, Anm. Red.) in normale Grundschulen auch das Erscheinungsbild des Ortes vollständig zu verändern. Heute verfügt San Francisco über ein modernes Gebäude, das mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet ist und den Aufenthalt der Lehrergemeinschaft komfortabel macht.
1970 musste ich die „GOLDENE HOCHZEIT“ der Schule organisieren, eine berechtigte Ehrung, an der auch Bildungsbehörden und besondere Gäste teilnahmen. 1995 nahm ich an der Feier zur „DIAMANTENEN HOCHZEIT“ teil und es ist mein inniger Wunsch, so Gott will, an der Gedenkfeier zum HUNDERTSTEN“ anwesend zu sein.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Schule!
San Salvador de Jujuy, 27 Juni 2020
German Navarro
Für diese Schule hat unser Vereinsmitglied Regine Kather schon seit vielen Jahren die Patenschaft übernommen.
11.06.2020
Der mobile SOLAR-DESINFEKTIONS-WAGEN - entworfen und gebaut von EcoAndina!
Mitglieder der Stiftung haben auf die Coronakrise kreativ reagiert und ein mobiles Gerät entworfen, das eine Lücke in der Hygiene schließen hilft. Das Modul wurde entwickelt, um mit heißem Wasser und Desinfektio
nsmitteln Hände zu trockenen und zu desinfizieren. Es soll darüber hinaus helfen das Bewusstsein für die Nutzung von Sonnenenergie und die Energieeffizienz zu schärfen. Da in der Provinz - und nicht nur dort - öffentliche Waschgelegenheiten fehlen z.B. auf den Märkten, wo Speisen und Nahrungsmittel angeboten werden oder an Bus/Zugstationen, bzw. dort wo Veranstaltungen stattfinden, ist diese mobile solar betriebene Waschstation eine große Hilfe um hygienischen Mindestanforderungen nach zu kommen.
24.5.2020
AKTIVISTIN RAMONA MEDINA stirbt an Covid-19: Die Sprecherin der Ärmsten
Sie hatte immer wieder vor den Gefahren der Pandemie für die Armenviertel von Buenos Aires gewarnt. Nun ist Ramona Medina selbst daran gestorben.
Ramona Medina ist tot - (taz vom 19.05.2020)
BUENOS AIRES taz | Ramona Medina ist tot. Vor wenigen Tagen war sie in ein Krankenhaus in Buenos Aires eingeliefert worden, nachdem bei ihr Covid-19 diagnostiziert wurde.
Die 42-Jährige lebte im Barrio Padre Mugica (Villa 31), einem Armenviertel in der Hauptstadt mit rund 50.000 Bewohner*innen. Dort arbeitete sie im Gesundheitshaus für Frauen und war Sprecherin von La Garganta Poderosa, einer Basisorganisation, die in den villas für die Rechte der Stadtbewohner*innen eintritt. Am Sonntagmorgen meldete La Garganta Poderosa ihren Tod.
Als wegen des Coronavirus gründliches Händewaschen das große Thema war und die Regierung von Buenos Aires versicherte, alle in der Stadt hätten Zugang zu Wasser, widersprach Ramona Medina und verglich das Leben unter Quarantäne in den Mittel- und Oberschichtsvierteln mit dem in den Armensiedlungen.
Den Wasserhahn aufdrehend, erklärte sie am 3. Mai in einem Video, dass ihre achtköpfige Familie und viele andere Familien im Viertel trotz zahlreicher Beschwerden bei den Stadtwerken bereits seit acht Tagen kein Wasser hätten. Mit angstvoller Stimme warnte sie vor der großen Ansteckungsgefahr für die Bewohner*innen, die in den villas auf engstem Raum zusammenleben. Medinas Video lief auf allen Kanälen.
29.4.2020
Zum Thema FRACKING in ARGENTINIEN ein Beitrag von J. Watts im The Guardian vom 29.4.2020.
16.4.2020
Zur Einstimmung ein kleines Video in Form einer Reise von der Hauptstadt der Provinz Jujuy in das Tal, welches das Tiefland mit dem Hochland verbindet - der Quebrada de Humahuaca - bis nach Humahuaca/Coctaca.
Der Zwischenbericht zum Projekt COCTACA erscheint in Kürze.
Vorweg ein kleines Video von PEDRO MOLINA über einen Teil des eigentlichen Projektgebietes.
Hier noch ein paar Links zum traditionellen Wassermanagement und zur Landbewirtschaftung in den Anden










